Spielplatz im Geologischen Garten
Was lange währt, wird endlich gut
Am 29. August 2026 war es endlich so weit, Stolzenhagen hat seinen ersten öffentlichen Spielplatz!
Gemeinsam mit unseren Gästen konnten wir den neuen Spielplatz im Geologischen Garten eröffnen. Für manche ist es vielleicht nur ein kleiner Spielplatz, aber für uns ist er ein riesiger Erfolg. Denn hinter diesem kleinen Platz steckt eine lange Geschichte.
Der Wunsch nach einem Spielplatz in Stolzenhagen ist nicht neu. Seit mehr als 20 Jahren gab es immer wieder Eltern, die sich einen Spielplatz für ihre Kinder wünschten. Es gab Ideen und verschiedene Anläufe, doch verwirklichen ließ sich dieser Wunsch lange Zeit nicht.
Irgendwann fanden sich einige Menschen zusammen, die das Thema noch einmal aufgriffen. Wir wollten nicht hinnehmen, dass es in Stolzenhagen keinen öffentlichen Ort gab, an dem Kinder miteinander spielen und sich treffen konnten. Wir sahen die Spielplätze in anderen Gemeinden und fragten uns, warum das nicht auch bei uns möglich sein sollte.
Wir suchten nach Möglichkeiten und Orten, führten Gespräche und versuchten, die Idee voranzubringen. Es gab Rückschläge und Momente, in denen es so aussah, als würde es nie etwas werden. Aber der Wunsch blieb.
Eine neue Möglichkeit eröffnete sich durch Kai Püschel, den damaligen Vorsitzenden des Geologischen Gartens Stolzenhagen e. V. Er lud uns ein, uns im Verein einzubringen und den Spielplatz gemeinsam auf dem Gelände des Geologischen Gartens zu verwirklichen. Einige aus unserer damaligen Gruppe wurden daraufhin Mitglieder im Verein.
Damit hatte unser Vorhaben endlich einen Ort und plötzlich war da die echte Chance, aus der langjährigen Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Aber vor allem hatten wir Menschen im Verein an unserer Seite, die diesen Weg mit uns gehen wollten.
Mit den Jahren entwickelte sich auch unsere Idee weiter. Die Kinder wurden älter und wir natürlich auch. Aus dem Wunsch nach einem Kinderspielplatz entstand nach und nach die Vorstellung eines Mehrgenerationenspielplatzes, der Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringt.
Gerade in einem kleinen Dorf finden wir solche Orte wichtig. Früher ergaben sich Begegnungen ganz selbstverständlich, weil viele Menschen im Ort arbeiteten und die Kinder dieselbe Schule und denselben Kindergarten besuchten. Heute verteilen sich unsere Wege auf viele verschiedene Orte. Unsere Kinder besuchen unterschiedliche Kitas und vier verschiedene Grundschulen in der Umgebung. Viele kennen sich deshalb kaum noch.
Ein öffentlicher Spielplatz kann etwas schaffen, das der eigene Garten nicht ersetzen kann. Man kann einfach hingehen, andere treffen, gemeinsam spielen und neue Kontakte knüpfen, auch ohne Verabredung und ohne festgelegte Zeit. Ein Dorf lebt auch davon, dass die Menschen sich kennen und sich im Alltag begegnen.
Genau darin liegt für uns die Bedeutung dieses kleinen Spielplatzes. Wir möchten, dass Stolzenhagen ein Ort bleibt, an dem Kinder gemeinsam aufwachsen, Menschen sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen.
Unser Geologischer Garten ist dafür ein besonderer Platz. Er verbindet Natur, die Entstehung unserer Landschaft und das Miteinander im Dorf. Diesen besonderen Charakter möchten wir bewahren und gleichzeitig einen Ort weiterentwickeln, an dem sich unterschiedliche Generationen gerne aufhalten.
Einen wichtigen neuen Schub bekam unsere Idee durch das Ideenstipendium des AngerWERKs. Nadine Binias, die im AngerWERK arbeitet und damals auch Mitglied unseres Vereins war, gab den Anstoß zur Bewerbung. So nahm das Projekt Mehrgenerationenspielplatz wieder Fahrt auf.
Und dieses Mal hat es funktioniert.
Mit der Förderung aus dem LEADER-Regionalbudget der LAG Barnim konnten wir schließlich den entscheidenden Schritt gehen und den Spielplatz verwirklichen. Auch die Gemeinde Lunow-Stolzenhagen unterstützt das Projekt und übernimmt künftig die Kosten für die notwendigen TÜV-Prüfungen. Unser Spielplatzbauer Florian Kienas von Flos Wunderland hat aus unseren Plänen schließlich das gemacht, was heute im Geologischen Garten steht.
Am 29. August konnten wir erleben, wofür sich all die Jahre des Dranbleibens gelohnt haben. Menschen aus dem Dorf und der Umgebung kamen zusammen, die Kinder nahmen ihren Spielplatz sofort in Besitz und überall wurde gespielt, geredet und gelacht.
Unser Kletterturm hat noch eine Besonderheit. An seiner Seite wacht ein Mammut über den Spielplatz. Bei der Eröffnung waren alle eingeladen, ihm einen Namen zu geben. Klausi hat sich schließlich gegen Helmut, Nele und Peaches durchgesetzt und erinnert an Klaus Tempelhoff, den Gründer unseres Vereins, der 2005 viel zu früh verstorben ist. Einen schöneren Namen hätte unser Mammut kaum bekommen können.
Vielleicht fragt der eine oder die andere, was wir für ein Theater um diesen kleinen Spielplatz machen.
Ja, er ist nicht riesig, kein großer Freizeitpark und kein spektakuläres Millionenprojekt, aber für uns ist er eine echte Errungenschaft.
Weil wir wissen, wie lang der Weg dorthin war, weil Menschen nicht aufgegeben haben und weil dieser kleine Spielplatz zeigt, dass man auch in einem kleinen Dorf etwas bewegen kann, wenn Menschen zusammenhalten, Verantwortung übernehmen und selbst mit anpacken.
Der kleine Spielplatz ist da und darauf sind wir stolz.
Aber wir sind noch nicht fertig.
Dabei geht es uns nicht darum, immer größer zu werden. Der Spielplatz ist der erste große Schritt auf dem Weg zu unserem Mehrgenerationenspielplatz. Nach und nach möchten wir weitere Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene schaffen. So soll im Geologischen Garten ein Ort wachsen, an dem verschiedene Generationen miteinander statt nebeneinander Zeit verbringen.
Wir wünschen uns einen Geologischen Garten, der neugierig macht und zum Vorbeikommen einlädt. Wo man noch eine Weile bleibt, obwohl man nur eine Runde spazieren gehen wollte, weil man jemanden trifft, ins Gespräch kommt oder einfach, weil es hier so schön ist.
Wer neugierig geworden ist, ist herzlich eingeladen, den Geologischen Garten zu entdecken und natürlich auch Klausi zu besuchen. Wir freuen uns auf euch.
Geöffnet ist der Geologische Garten mit Spielplatz von April bis September täglich von 9 bis 20 Uhr und von Oktober bis März täglich von 9 bis 18 Uhr.















